POLEN 14.2-21.2. 2009

Nur noch wenige Tage bis zum Abflug nach Polen.

Doch zuerst werden wir noch zwei Trainingstage in Biel absolvieren.

Wir werden vom 12.2-13.2. 2009 in Biel mehrere Trainingseinheiten haben und ein Testspiel gegen die Juniorinnen aus Kanada spielen.

Wir freuen uns nicht nur, die Schweiz an diesem Event vertreten zu dürfen, sondern auch darauf, viele Erfahrungen sammeln zu können.

Wir sind uns sicher, es wird eine super Woche in Polen.

 

 

 

Die Qualifikation

Am Wochenende vom 11./12. 10. 2008 mussten wir eine

Best-of-five Qualifikation um die Teilnahme fürs EYOF bestreiten. Da unser Team genau in die Altersvorgabe von Swiss Olympic passte, spielten wir in der Originalformation. Da Linda erst am Samstagabend in Biel sein konnte, meldeten wir sie als Einzelspielerin an.

Wir mussten die Qualifikation  gegen ein Team spielen, das sich extra für EYOF zusammengesetzt hatte. Schon am Samstag konnten wir alle drei Spiele gewinnen und wir wussten, dass wir nach Polen dürfen.

Jetzt mussten wir nur noch abwarten, ob auch Linda mit durfte.

Leider dürfen wir sie nicht mitnehmen.

Anstelle von Linda kommt jetzt Claudia Zbinden mit nach Polen. Wir freuen uns total, sie dabei haben zu dürfen.

Portraits der Spielerinnen

Nach etlichen Trainings und dem internationalen Juniorenturnier in Thun ist es nun soweit und wir freuen uns sehr, nach Polen gehen zu können.

Hier könnt ihr die ganze schweizer Selektion nachschauen.

Swiss Olympic

 

 

 

 

Vorbereitungstage in Biel

Am 12.2.09 reisten wir früh morgens nach Biel. Am Morgen hatten wir eine kurze Trainingseinheit und nach dem Mittag folgte das Testspiel gegen das Team Canada. Nach einem guten Start und einer spannenden Anfangsphase hatten wir leider ein kleines Tief, doch im 10. End konnten wir den Rückstand wieder gut machen und ein Unentschieden herausholen! Wir trennten uns mit 6:6! Eigentlich sind wir zufrieden mit dem Resultat, doch wenn man bedenkt, dass wir hätten gewinnen können, schmerzt es uns doch ein wenig. Die Jungs verloren leider trotz einem guten Spiel gegen die Canadier. Nach dem Apéro bezogen wir unsere Zimmer, welche mit "Hopp Schwiiz" Fähnchen geschmückt waren. Zum Abendessen bekamen wir Besuch von den derzeitigen Junioren-Olympiasiegerinnen Michèle Jäggi und Nicole Schwäggli.

 

Freitag der 13. ein Pechstag?

Auch wenn, wir  hatten unseren Spass beim Mixed-Spiel, bei dem in einem Team Roger, Leandra, Daniel, Nicole und Raffael waren und im anderen Team Kerstin, Dominik, Rebekka, Benoit und Claudia. Nach 5 gestohlenen Ends musste Kerstin und ihr Team doch noch einen Stein an das Team von Roger abgebend. Doch dies veränderte das Resultat nur wenig. Schlussresultat 4:1!

POLEN

Voller Vorfreude trafen wir am Samstag am Flughafen in Zürich ein.

Nach dem Check-In gönnten wir uns eine kleine Pause im Starbucks.

Um 16.00 Uhr verliessen wir Zürich und flogen Richtung Katowice. Nach knapp 2h Flug setzten wir zum ersten Mal einen Fuss auf polnischen Boden. Auch die zwei-stündige Busfahrt nach Szczyrk verlief ohne Probleme. In Szczyrk angekommen, mussten wir zuerst einmal abwarten und dann erfuhren wir, dass die Busse nicht zum Hotel hinauf fahren konnten und dass wir im Hotel kein Essen mehr bekamen.

Also machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Doch da es schon spät am Abend war, war es schwierig, ein Restaurant zu finden, das uns noch Essen servierte. Nach einem Rundgang durchs Dorf, bei ca. einem Meter Schnee, schraubten wir unsere Erwartungen etwas tiefer und gingen nur etwas trinken. Ernst und Stefan besorgten uns, und etwa 15 anderen Schweizer-Athleten, noch schnell ein paar Früchte und Schokolade. Bei unserem kleinen Nachtessen erfuhren wir, dass uns die Schweizer Materialbusse von Swissski  holen würden und es im Hotel doch noch ein Nachtessen für die Schweizer Delegation gab.

Nach dem Essen, um ca. 23.30 Uhr bezogen wir dann unsere Zimmer. Wir wurden in ein Zweier und in ein Dreierzimmer aufgeteilt.  Claudia, Nicole und Leandra waren zusammen und Kerstin und Rebekka.

Als wir die Zimmer betraten mussten wir zuerst einmal lachen. Wir (Claudia, Nicole, Leandra) fanden fast schon eine kleine Wohnung vor. Alt aber in Ordnung. Wir hatten so eine Art Vorzimmer, ein kleines Bad, eine kleine Toilette, ein kleines Zimmer mit zwei kurzen ( ;-) ) Betten und eine kleine Stube mit einem Sofa, einem kleinen Tisch und einem zu grossen Fernseher. Da Claudia die Kleinste ist, musste sie sich mit dem ausziehbaren Sofa begnügen. =)

Bevor wir schlafen gingen, hängten wir noch ein paar Posters auf und bemalten unsere Spiegel. Jetzt sah das Zimmer schon viel besser aus. ;-)

 

Am nächsten Morgen mussten wir schon recht früh raus, da wir in der ersten Trainingsgruppe waren. Nach einem feinen Mittagessen schauten wir noch den Jungs beim Training zu. Nach dem Training fand die Eröffnungszeremonie im Curling statt und am Abend folgte die allgemeine Eröffnung der Olympiade. Es war ein super Erlebnis, das olympische Feuer wurde angezündet und die Stimmung unter den Athleten war super. Es wurden fleissig Pins ausgetauscht, die ganze Eröffnung war ein richtiges Fest.  Es hat total viel Spass gemacht.

 

Am Montag hatten wir schon unser erstes Spiel. Am Anfang mit etwas Nervosität fanden wir dann aber gut ins Spiel und gewannen gegen Norwegen mit 9:6.

 

Am Dienstag hatten wir unsere härtesten Spiele. Gegen Dänemark war es stets ausgeglichen. Im achten End hätten wir mit drei Steinen in Führung gehen können, aber wir wollten es natürlich spannend und die Gegner stahlen einen Stein. =)

Nach einem geschriebenen Zweier- Haus stand es nach dem neunten End unentschieden. Zu unserem Glück hatte unsere Gegnerskipin mit ihrem letzten Stein einen Fehlstein und wir gewannen das Spiel mit 7:6.

Nun kam es am Abend gegen Grossbritannien zu einem Spitzenkampf.

Wir hatten vor ihnen recht viel Respekt, hatten doch ihre vorherigen Gegner immer aufgegeben. Waren sie wirklich unschlagbar? Wir spielten ohne grosse Erwartungen und so auch ohne Druck. Wir hatten viel Spass am Match und waren noch mehr motiviert, als wir sahen, dass es sehr knapp ist. Im Zusatzend zeigten wir nochmals, was wir konnten, doch leider reichte es wegen drei cm nicht zum Sieg. Traurig waren wir nicht, war dies doch der beste Match, den wir je gespielt hatten.

 

Am Mittwoch spielten wir gegen Russland und gewannen nach neun Ends mit 7:3.  Nach diesem Spiel wussten wir, dass wir eine Medaille auf sicher hatten. Nach einem feinen Nachtessen mit den Eltern von Kerstin, unseren treusten und besten Fans, gingen wir ins Hotel zurück.

Leider mussten wir nach einem Besuch beim Doc erfahren, dass Kerstin Fieber hatte und sie am Donnerstag nicht spielen konnte. 

 

Am Donnerstag gegen Polen spielten also Nicole, Rebekka, Claudia und Leandra. Nach einer Sechser-Hütte hatten wir ein paar Fehlsteine und das Team Polen schrieb ein Dreier-Haus. Doch dies war der einzige Tiefpunkt und wir gewannen das Spiel 12:5. Als wir mit dem Spiel fertig waren, wussten wir noch nicht, ob wir direkt im Final waren oder ob wir das Halbfinal spielen mussten. Doch wir erfuhren es bald, Grossbritannien gab gegen Dänemark im neunten End auf. Dies bedeutete, wir waren dank den besten Last-Draw-Stones direkt im Final!

Danach folgte ein freier Nachmittag, den wir zusammen mit den Jungs oder sonst mit ausruhen verbrachten. Auch sie waren direkt im Final.

 

Der Finaltag

Das Final war erst auf den Nachmittag angesagt, also konnten wir ein bisschen länger schlafen. Stefan war aber schon in der Curlinghalle und beobachtete die Halbfinals. Bei den Jungs spielten die Briten gegen Norwegen und bei uns spielte Dänemark gegen Grossbritannien.

Nach einem kurzen Blick auf die aktuellen Resultate in der Curlinghalle gingen wir etwas essen. Und dann war es soweit. Das Finale stand kurz bevor. Wir wussten nun, dass es bei beiden Finals SUISSE gegen GREAT BRITAIN hiess. Wir freuten uns riesig aufs Finale, war dies doch etwas speziell.

Bis zum vierten End konnten wir noch mithalten, leider hatten wir im fünften End einige Fehlsteine zu viel und unsere Gegner schrieben drei Steine. Irgendwie gelang uns dann nur noch wenig und wir mussten uns mit 4:8 geschlagen geben.

Doch freuten wir uns extrem über die Silbermedaille und über die Goldmedaille der Jungs.

Nach einer schönen, aber auch etwas traurigen Schlusszeremonie fuhren wir nach Wisla zum Abschlussabend der Olympiade. Es wurde viel gefeiert und gelacht und am Abend im Hotel wurde nochmals auf unseren Erfolg angestossen und wir feierten bis spät in die Nacht.

 

Am Samstagmorgen verliessen wir das Hotel schon um neun Uhr und fuhren mit dem Bus nach Katowice.

Nach einem angenehmen Flug landeten wir um 16.20 Uhr in Kloten.

Dort wartete schon ein riesiges Empfangskomitee mit Transparenten und Schweizerfahnen. Ein toller Empfang. =)

 

Ja so ging eine einmalige, unvergessliche und absolut tolle Woche zu Ende. Es war ein wundervolles Erlebnis. Die Leute waren super nett, die Stimmung fantastisch und auch mit dem Resultat sind wir mehr als zufrieden. Ja schon jetzt vermissen wir Polen, den vielen Schnee, das Zusammensein und die tollen Momente in dieser Woche...

 

Fotos